Ein Blatt Papier, ein paar saubere Falten und schon entsteht ein kleiner Hase mit langen Ohren. Ich zeige dir eine einfache Anleitung für einen Origami-Hasen, erkläre die passende Papierwahl und verrate, warum manche Faltungen bei Kindern besser funktionieren als komplizierte Modelle.
Mit wenigen Faltungen zum kleinen Papierhasen
- Material: ein quadratisches Blatt mit etwa 15 × 15 cm
- Dauer: ungefähr 10 bis 15 Minuten beim ersten Versuch
- Schwierigkeit: leicht und gut für Kinder ab etwa 6 Jahren mit etwas Unterstützung
- Wichtig: Jede Falzkante sorgfältig andrücken, damit die Ohren stabil bleiben
- Ergebnis: ein niedlicher Hasenkopf, der sich individuell verzieren lässt

Welches Papier sich für den Origami-Hasen eignet
Am einfachsten gelingt die Figur mit einem quadratischen Origamipapier von 15 × 15 cm. Für kleinere Kinder empfehle ich ein etwas größeres Blatt mit 20 × 20 cm, weil die Ecken dann leichter zu greifen sind.
Normales Druckerpapier funktioniert ebenfalls, sofern du daraus zuerst ein Quadrat schneidest. Es ist allerdings etwas steifer und federt an den Ohren schneller zurück. Dünnes Papier mit etwa 70 bis 100 g/m² lässt sich sauberer falten und zeigt die Linien deutlicher.
- Für den ersten Versuch eignet sich einfarbiges Papier.
- Gemustertes Papier macht den Hasen lebendig, verdeckt aber manchmal die Falzlinien.
- Sehr dünnes Geschenkpapier reißt an den Spitzen leicht ein.
- Kleber und Schere brauchst du für diese Variante nicht.
Ich falte die erste Figur meistens mit der farbigen Seite nach unten. So sehe ich die weißen Innenseiten besser und erkenne sofort, ob eine Ecke richtig liegt.
Origami Hase Schritt für Schritt falten
1. Das Quadrat vorbereiten
Lege das Papier mit einer Ecke zu dir auf den Tisch. Falte die untere Ecke genau auf die obere Ecke, sodass ein Dreieck entsteht. Streiche die Kante vom Mittelpunkt nach außen glatt und öffne das Blatt danach wieder.
Diese diagonale Falte dient als Orientierung. Je genauer die Mitte getroffen wird, desto gleichmäßiger stehen später die Ohren.
2. Das Dreieck bilden
Falte nun die untere Ecke erneut zur oberen Ecke. Vor dir liegt ein Dreieck mit der langen Kante unten. Drücke die Falz kräftig an, aber ohne das Papier zu zerknittern.
Bei Kindern hilft es, die beiden Ecken kurz mit den Fingern festzuhalten, bevor die Kante glattgestrichen wird. So verrutscht das Papier weniger.
3. Die Hasenohren aufstellen
Falte die linke Ecke des Dreiecks schräg nach oben. Die Spitze soll etwas über die obere Kante hinausragen. Wiederhole den Schritt mit der rechten Ecke. Aus den beiden hochstehenden Spitzen entstehen die langen Hasenohren.
Die Ohren müssen nicht millimetergenau gleich aussehen. Ein kleiner Unterschied gibt der Figur sogar einen eigenen Charakter. Wenn eine Spitze deutlich schiefer steht, öffne nur diese Falte und korrigiere sie.
4. Die obere Spitze nach unten legen
Oben zwischen den Ohren liegt eine kleine Spitze. Falte sie nach unten, ungefähr bis zur Mitte der Figur. Diese Faltung hält die Ohren zusammen und bildet gleichzeitig die Stirn des Hasen.
Drücke die Kante nur so fest an, dass sie stabil bleibt. Bei sehr dünnem Papier kann starkes Reiben die Oberfläche beschädigen.
5. Das Gesicht formen
Drehe die Figur vorsichtig um. Die glatte Seite zeigt jetzt zu dir. Falte die untere Spitze ein kleines Stück nach oben, damit eine kurze Schnauze entsteht. Je größer dieser Umschlag ausfällt, desto runder wirkt das Gesicht.
Zum Schluss kannst du die äußeren Seiten ein wenig nach hinten falten. Dadurch wird der Hasenkopf schmaler und die Ohren wirken noch länger. Für eine besonders klare Form reichen oft zwei bis drei Millimeter an jeder Seite.
So wird aus dem einfachen Kopf eine persönliche Figur
Die Grundform ist bewusst unkompliziert. Gerade dadurch eignet sie sich gut als Ausgangspunkt für Osterdekoration, Geschenkanhänger oder kleine Tischkarten. Ich zeichne Augen und Nase erst ganz am Ende ein, weil sich der Ausdruck durch wenige Millimeter stark verändert.
| Gestaltung | Wirkung | Geeignet für |
|---|---|---|
| Schwarze Punkte als Augen | klar und freundlich | erste Bastelversuche |
| Rosa Innenseiten der Ohren | weicher und verspielter | Osterdekoration |
| Wackelaugen | lebendig und lustig | Basteln mit Kindern |
| Kleine Papierblume | dekorativ und auffällig | Geschenke und Karten |
Wenn du die Figur als Anhänger verwenden möchtest, klebst du erst nach dem Falten einen kleinen Faden auf die Rückseite. Für eine Girlande kannst du mehrere Hasen aus unterschiedlichen Papierfarben herstellen und im Abstand von 8 bis 12 cm befestigen.
Für einen stehenden Hasen brauchst du ein größeres und etwas festeres Blatt. Die Ohren werden dabei ähnlich gefaltet, während der untere Teil breiter bleibt und als Standfläche dient. Die stehende Variante sieht dekorativer aus, verzeiht aber weniger ungenaue Falten als der einfache Hasenkopf.
Typische Fehler beim Falten und schnelle Lösungen
Die Ohren stehen nicht gleich hoch
Meist liegt das daran, dass die beiden Seitenecken nicht im gleichen Winkel nach oben gefaltet wurden. Öffne eine Seite vorsichtig und orientiere dich an der bereits gefalteten gegenüberliegenden Seite. Symmetrie entsteht durch Vergleichen, nicht durch blindes Nachmessen.
Das Papier wird an den Spitzen weich
Das passiert häufig bei zu dünnem Papier oder wenn dieselbe Falte mehrmals geöffnet und geschlossen wird. Verwende beim nächsten Versuch Papier mit etwa 90 g/m² und drücke die Kanten mit der flachen Seite eines Lineals nach.
Der Hase klappt wieder auf
Dann wurden die Falzkanten wahrscheinlich nicht fest genug geglättet. Fahre jede Kante einmal mit dem Fingernagel oder einem Falzbein nach. Bei Kindern genügt meist ein Teelöffel mit glatter Rückseite, solange vorsichtig gearbeitet wird.
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Die Figur wirkt flach
Eine leichte Wölbung macht den Hasen plastischer. Ziehe die Ohren vorsichtig nach vorne und falte die seitlichen Kanten ein wenig nach hinten. Zu starkes Biegen solltest du vermeiden, weil die Spitzen sonst schnell knittern.
Eine kleine Bastelidee für Ostern und Kindergruppen
Aus mehreren gefalteten Hasen lässt sich ohne großen Aufwand eine fröhliche Dekoration gestalten. Ich beschrifte die Rückseite mit Namen und verwende die Figuren als Platzkarten für den Ostertisch. Das funktioniert besser als komplizierte Bastelprojekte, weil jedes Kind am Ende ein sichtbares Ergebnis in der Hand hält.
Für eine Bastelrunde plane ich pro Kind etwa zwei Blätter ein. Das erste Blatt ist zum Üben, das zweite für die eigentliche Dekoration. Mit einer kurzen Einführung und etwas Hilfe bei den Ohren dauert die Aktivität meist 20 bis 30 Minuten.
Auch als Lesezeichen lässt sich die Form nutzen. Dafür sollte das Papier nicht größer als 15 × 15 cm sein, damit der Kopf leicht zwischen die Seiten passt. Ein kleiner Farbakzent an den Ohren genügt, zusätzliches Material ist nicht erforderlich.
Was beim nächsten Faltversuch den größten Unterschied macht
Der wichtigste Schritt ist nicht die Dekoration, sondern das präzise Ausrichten der Ecken. Lieber langsam falten und jede Kante kurz prüfen, als die Figur später mit Gewalt in Form zu drücken.
Wenn der erste Hase nicht perfekt aussieht, würde ich ihn trotzdem aufheben. Kleine Abweichungen machen die Figuren persönlich, und nach zwei oder drei Versuchen sitzt die Grundform meist deutlich sicherer. Mit einem quadratischen Blatt, etwas Geduld und sauber gesetzten Falten entsteht so eine einfache Papierfigur, die sich als Dekoration, Geschenkbeigabe oder kleines Bastelprojekt wunderbar eignet.